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Nov

Das war Most Wanted: Music 2016

110 SpeakerInnen, 45 Sessions und über 25 Satellite Events – Most Wanted: Music (MW:M) 2016 bot in der vergangenen Woche an zwei Tagen eine breit aufgestellte und hochwertig kuratierte Konferenz für die Musikbranche. Mit etwa 1.200 TeilnehmerInnen konnte die Berlin Music Commission (BMC) die Stellung der Veranstaltung auch in ihrem dritten Jahr manifestieren und weiter ausbauen.

„Mit Most Wanted: Music haben wir eine starke Plattform für Diskussion, Weiterbildung und Vernetzung geschaffen. Dabei ist uns besonders wichtig, sowohl anwendungs- als auch zukunftsorientiert zu sein. Wir holen auf die Bühne, was die Musikwirtschaft aktuell und in Zukunft bewegt“, resümiert Olaf „Gemse“ Kretschmar, Vorstandsvorsitzender der Berlin Music Commission.

Bereits im Eröffnungspanel „Berlin als Music-Tech-Hotspot“ wurden Teilnehmer und Gäste aktiv und formulierten Forderungen für die Erarbeitung einer Gesamtstrategie für die Berliner Branche, mehr infrastrukturelle Förderung sowie einen Musikfonds zur Unternehmensfinanzierung als Anreiz für GründerInnen wie auch für das Wachstum des Mittelstandes. Mit acht Themensträngen zeigte sich die MW:M #convention so divers wie noch nie zuvor. Besonders publikumswirksam waren das Panel zum Thema ‚Playlist-Management’ mit unter Anderem Holger Christoph (VP Digital Business Central Europe bei Universal Music) und Alexander Eß (Content und Programming Director Vevo Deutschland) sowie der Talk ‚Future Playlist Generation’ von Dr. Stephan Baumann (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), in dem er einen spannenden Einblick in Empfehlungsalgorithmen und das Potenzial von künstlicher Intelligenz für die Musikwirtschaft gab.

Für Stimmung sorgten Hands-on-Workshops wie der von Mint Berlin, der Plattform für Frauen in der elektronischen Musik, Professionalisierungs-Roundtables und das MW:M #startupvillage, in dem Besucher neueste Technologien wie VR-Demos und virtuelle Music-Maker ausprobieren konnten. Das Thema Music-Tech, auf welches neben der Ausstellungsfläche mit mehreren Talks und Panels ein besonderer Fokus innerhalb des Events zukam, erschloss sich vor allem durch die Anbindung des Music-Tech-Events ‚Hybrid Music Lab’ an die Konferenz.

Ein weiteres Highlight war der erstmalig ausgerichtete GMM Best Paper Award, welcher von der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM) präsentiert und im Rahmen der MW:M ausgerichtet wurde. Von einer hochrangigen Jury, bestehend aus Prof. Dr. Rolf Budde (Budde Music), Anita Carstensen (public link), Björn Döring (Reeperbahn Festival), Olaf Kretschmar (BMC), Tom Kurth (Native Instruments) und Prof. Dr. Martin Lücke (Macromedia Hochschule) wurden in drei Kategorien sowie mit einem Sonderpreis innovative wissenschaftliche oder angewandte Arbeiten ausgezeichnet, welche sich mit Themen wie ‚Authentizität in der Popmusik’‚ Informationsaustausch in der Zusammenarbeit mit der GEMA’, ‚Drone-Musik’ und der ‚Anwendbarkeit von Blockchain für die Musikwirtschaft’ auseinandersetzten.

Ein großer Dank geht auch an die Partner der diesjährigen Edition, die Musikwoche, an den Ticketing-Dienstleister Eventbrite, welcher nicht nur inhaltlich im Rahmen eines Panel zur MW:M beigetragen, sondern zusammen mit dem Label R.O.T und seinen KünstlerInnen auch die MW:M #reception am Abend ermöglicht hat, sowie Warsteiner, die mit kühlem Bier für ausgelassene Stimmung sorgten. Als Community Partner waren das media.net berlinbrandenburg, Creative City Berlin, BLN.FM und der Blog Berlin Ick liebe Dir mit an Bord.

Stimmen der Teilnehmer

„The MW:M is not just perfectly organized, moreover it´s perfectly in-sync with the challenges and opportunities facing today´s music industry. We will return in 2017!“ (Darryl von Däniken, Festival Director International Radio Festival)

„Ich bin regelrecht geflasht von den Querschnittsthemen zwischen Tech und Music. Ich hätte das nicht erwartet. So ein Leistungsportfolio an spannenden Themen – auch inhaltlich gut untersetzt mit spannenden Leuten – das habe ich so als Konferenzformat in Europa noch nicht wahrgenommen.“ Dr. Bastian Lange, Multiplicities

„MW:M ist für mich in der jetzigen Größe sowie in der derzeitigen Location eine der effizientesten Konferenzen dieser Art.“ (Tim Thaler, BLN.FM und hdpk) 

„Most Wanted: Music baut den Dialog auf zwischen Music und Tech, erweitert Horizonte, skizziert Chancen. Für uns ein Pflichttermin.“ (Sandro Spiess, Eventbrite)